Die Schulbegleiter:innen
JuCare versteht Schulbegleitung als Unterstützung, die Kindern und Jugendlichen hilft, im Schulalltag gut anzukommen und mitzumachen. Unsere Schulbegleiter:innen achten auf das, was das Kind braucht, und auf das, was es schon kann. So wird Teilhabe in der Klasse und im sozialen Miteinander möglich. Ein wichtiges Ziel ist, dass das Kind Schritt für Schritt selbstständiger wird und immer weniger Hilfe braucht. Eine Schulbegleitung gibt Impulse, erklärt Situationen und „übersetzt“ zwischen Kind, Schule und Umfeld. Mal steuert sie mit, mal läuft sie einfach mit, und in schwierigen Momenten ist sie ein sicherer Halt. Im Schulalltag gibt sie Orientierung, besonders wenn es unübersichtlich wird.
Sie hilft dem Kind, eigene Fähigkeiten zu erleben und sich in der Klasse zugehörig zu fühlen. Gleichzeitig schützt sie vor Überforderung und eskalierenden Situationen. Das gelingt nicht allein, sondern am besten im Team. Deshalb arbeiten unsere Schulbegleiter:innen bei JuCare eng mit Lehrkräften, weiteren Fachkräften und vor allem mit den Eltern zusammen. JuCare schafft einen unterstützenden fachlichen Rahmen, um die Schulbegleiter:innen in den Schulalltag fest einzubinden und gemeinsam mit Lehrer:innen, sowie anderen Fachkräften und vor allem den Eltern einen einheitlichen Blick auf das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen zu legen.
So lange wie nötig - so kurz wie möglich
Dieser therapeutische Grundsatz ist für JuCare handlungsleitend. Er basiert auf der Haltung, dass Schüler:innen mit individuellem Unterstützungsbedarf, zum Beispiel im Autismus-Spektrum, trotz Schulbegleitung ihren Schulalltag selbstständig und eigenverantwortlich bewältigen und mitgestalten möchten.
Dieses Streben nach Selbstständigkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Dazu gehören auch das Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit und das Erleben von Kompetenz. Aus fachlicher Sicht ist diese Haltung zentral für gelingende Inklusion. Gleichzeitig entstehen daraus anspruchsvolle Aufgaben für Schulbegleiter:innen im schulischen Alltag.
„Unser Sohn Felix liebt alles was mit Star Wars zu tun hat, aber vor allem den kleinen Droiden C-3PO, der viele Sprachen versteht und alles protokolliert, was geschieht. Für Felix ist unser Schulbegleiter so etwas wie C-3PO“
Nähe und Distanz in der Beziehung – ein Balanceakt
Eltern wissen: Wenn ihr Kind eine Schulbegleitung erhält, wird es viele Stunden pro Woche in Situationen unterstützt, die Eltern nicht direkt begleiten oder beeinflussen können und auch nicht sollen. Häufig ist die Sorge groß, ob es dem Kind gut geht. Entlastung entsteht oft durch die Gewissheit, dass Schulbegleiter:in und Kind eine verlässliche, positive Beziehung aufbauen.
Gleichzeitig gehört es zur Aufgabe der Schulbegleiter:innen, diese Beziehung professionell zu gestalten. Dazu zählt auch, darauf zu achten, dass Bindung nicht zu eng wird und Distanz sowie Ablösung gut gelingen. So wird Selbstständigkeit gefördert und der Unterstützungsbedarf kann Schritt für Schritt reduziert werden.
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